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Dinkelbrot

Wer das Rezept mit Dinkelhalbweißmehl (alternativ Dinkel 1050) bäckt, wird einen weicheren Teig vorfinden, als wenn Dinkelvollkornmehl verwendet wird. Deshalb bricht der Schluss bei der hellen Version auch nicht auf, sondern verläuft, während das Vollkornbrot rustikal aufreißt. Beide Varianten funktionieren hervorragend und sind auch mit Fotos hinterlegt.

Roswithas Rosinensemmel

Sie meinte, früher hätte es mal einen Bäcker im Tal gegeben, der diese Brötchen sehr gut gebacken hätte. Das vorliegende Brötchen jedenfalls gehörte nicht in diese Kategorie: aufgeblasen, geruchlos, geschmacksneutral bis auf den bitteren Unterton durch zu viel Hefe und Backmittel. 

Das Brötchen enthielt eine Mischung aus Korinthen und Sultaninen, war aber vom Grundteig her ein normales Weizenbrötchen. Wir haben uns an die Arbeit gemacht, um eine wohlschmeckende Alternative zu entwickeln. 

Hinweis: Anstatt Butter kann auch Schweineschmalz verwendet werden.

PB 162 - Frage sucht Antwort 64

Auch in dieser „Frage sucht Antwort“-Episode beantworte ich Fragen von meinen Bloglesern und Podcast-Hörern. Ich kläre unter anderem, wie die Faserigkeit von Krumen beeinflusst werden kann, welche Auswirkungen das Salz-Hefe-Verfahren auf Toastbrot hat, ob es bestimmte Teigausbeuten für Rezepte gibt, wie Croissants nicht fettig werden, was genetzte Brote sind und weshalb Laugengebäck schnell trocken werden kann.

Wissen über Laminieren von Croissantteigen

23 May 2026 at 08:04

Ein gutes Croissant erkennt man nicht nur an der Form oder an der Farbe – sondern vor allem an seiner Krume. Feine, gleichmäßige Schichten, eine splitternde Kruste und ein butteriges Aroma entstehen nicht zufällig. Genau hier beginnt die Kunst des Laminierens.

Bereits der Grundteig entscheidet später über Erfolg oder Frust. Croissantteige müssen intensiv ausgeknetet werden, damit sich ein stabiles Klebergerüst entwickeln kann. Knetzeiten von 15–20 Minuten sind dabei keine Seltenheit. Die ideale Teigtemperatur liegt zwischen 24–25°C. Wird der Teig zu kalt geführt, entwickelt er sich nur langsam – wird er zu warm, leidet später die Tourierung.

Nach dem Kneten folgt eine Teigreife von etwa 60 Minuten. Anschließend sollte der Teig mehrere Stunden gut durchkühlen. Viele der besten Ergebnisse entstehen sogar bei Kühlzeiten von 12–15 Stunden. Der Vorteil: Der Teig entspannt sich, entwickelt Aroma und lässt sich später deutlich sauberer laminieren.

Ein entscheidender Punkt ist die Butter. Sie bestimmt später die Qualität und Definition der Butterschichten. In der Regel werden etwa 25-35 % Butter bezogen auf das Teiggewicht einlaminiert. Dabei darf jedoch die bereits im Grundteig enthaltene Butter nicht vergessen werden. Je höher die Gesamtbuttermenge, desto sensibler reagiert der Teig beim Tourieren und Backen.


Butter trifft Teig – der Einfluss der Tourierung auf perfekte Croissants


Je nach gewünschter Größe und Charakteristik des Croissants sollte die Anzahl und Art der Touren angepasst werden. Oft wird angenommen, dass viele Touren zu einer stärkeren und deutlicheren Schichtung führen – tatsächlich ist eher das Gegenteil der Fall. Mit jeder zusätzlichen Tour werden die Butter- und Teigschichten dünner. Dadurch steigt die Gefahr, dass die Schichten beim Ausrollen miteinander verschmelzen und sich im Ofen nicht mehr sauber voneinander trennen können. Weniger Touren sorgen daher für kräftigere, klar abgegrenzte Schichten, während mehr Touren meist zu einer feineren, dichteren Krume und einem größeren Volumen führen.

Die Wahl der Tourierung sollte deshalb immer an das gewünschte Endprodukt angepasst werden:

1.) Zwei einfache Touren – für markante Croissantschichten



Ein Croissant, das mit zwei einfachen Touren in Brieffalttechnik hergestellt wird, besitzt insgesamt neun Butterschichten. Diese vergleichsweise geringe Schichtanzahl sorgt für besonders kräftige, klar voneinander abgegrenzte Lagen und eine ausgeprägt knusprige Kruste.

Im Gegensatz zu mehrfach tourierten Teigen bleiben die Butter- und Teigschichten auch bei dünnem Ausrollen deutlich sichtbar. Dadurch eignet sich diese Methode besonders für Croissants mit markanter Schichtung sowie für Mini-Viennoiseries, bei denen die Struktur optisch stark zur Geltung kommen soll.Bei Verwendung einer Teigausrollmaschine kann die zweite Tour direkt nach der ersten durchgeführt werden.

Auch der Butteranteil spielt bei dieser Tourierung eine wichtige Rolle. Da bei zwei einfachen Touren nur neun Butterschichten entstehen, verteilt sich die Butter auf vergleichsweise dicke Lagen. Bereits moderate Butteranteile zeigen daher eine starke Wirkung auf Schichtung und Knusprigkeit. Bewährt haben sich etwa 25–30 % Butter bezogen auf die Teigmenge.

Während niedrigere Butteranteile eine etwas rustikalere und knusprigere Struktur fördern, sorgen etwa 28–30 % für eine besonders ausgewogene Balance aus Aroma, Saftigkeit und klarer Schichtung.

Auch Laugencroissants werden häufig mit zwei einfachen Touren hergestellt, da die klar abgegrenzten Schichten nach dem Laugenbad besonders schön sichtbar bleiben und für eine splitternde, aromatische Kruste sorgen.


2.) Eine doppelte und eine einfache Tour – der Klassiker



Ein Croissant, das mit einer doppelten Tour (Buchfaltung) und anschließend einer einfachen Tour (Brieffaltung) hergestellt wird, besitzt insgesamt zwölf Butterschichten. Diese Tourierung gilt als die klassischste und universellste Methode in der Croissant-Herstellung, da sie eine besonders ausgewogene Balance zwischen Volumen, Schichtung und Zartheit erzeugt.

Die Reihenfolge der Touren spielt dabei eine wichtige Rolle: Zuerst wird die doppelte Tour, anschließend die einfache Tour durchgeführt. Dadurch entsteht beim späteren Ausrollen eine deutlich gleichmäßigere Teigstruktur. Idealerweise wird bereits bei der letzten Tour die gewünschte Teigbreite erreicht, sodass der tourierte Teig vor dem Formen nur noch auf die benötigte Länge ausgerollt werden muss. Das schont die Schichten und sorgt für ein gleichmäßigeres Backergebnis.

Die zwölf Butterschichten sorgen für eine feine und gleichmäßige Innenstruktur, ohne dass die einzelnen Lagen zu dünn werden. Dadurch entsteht ein stabiles Verhältnis zwischen Teig und Butter, was diese Methode besonders fehlertolerant macht und das Risiko von Butteraustritt oder verschmierten Schichten deutlich reduziert.

Auch beim Butteranteil zeigt sich diese Methode besonders flexibel. Bewährt haben sich etwa 28–32 % Butter bezogen auf die Teigmenge. Durch die gleichmäßige Verteilung der Butter entstehen Croissants mit feiner Schichtung, lockerem Volumen und ausgewogenem Aroma.

Das eigentliche Spiel der Butterschichten entscheidet später über die Krume. Viele Schichten erzeugen eine feinere, gleichmäßigere Porung. Weniger Schichten führen dagegen zu einer gröberen und oft spektakuläreren Wabenstruktur. Genau deshalb sollte die Anzahl der Touren immer mit der Buttermenge abgestimmt werden. Denn je weniger Schichten vorhanden sind, desto geringer sollte auch die laminierte Buttermenge ausfallen. Ansonsten steigt die Gefahr, dass die Butter beim Backen ausläuft.


3.) Zwei doppelte Touren – für voluminöse und gefüllte Croissants

Ein Croissant, das mit zwei doppelten Touren im Buchfaltverfahren hergestellt wird, besitzt insgesamt sechzehn Butterschichten. Durch die höhere Anzahl an Schichten entsteht eine besonders feine und gleichmäßige Struktur mit großem Volumen und einer sehr lockeren Krume.

Bei Verwendung einer Teigausrollmaschine kann die zweite doppelte Tour direkt nach der ersten durchgeführt werden. Auch bei dieser Methode sollte bereits bei der letzten Tour möglichst die gewünschte Teigbreite erreicht werden. Der tourierte Teig muss anschließend nur noch in die Länge ausgerollt werden, wodurch die feinen Butter- und Teigschichten geschont werden und die Struktur besonders gleichmäßig bleibt.

Die sechzehn Butterschichten sorgen für eine sehr feine Laminierung und ein üppiges Volumen. Gleichzeitig werden die einzelnen Schichten etwas dichter, wodurch diese Tourierung besonders stabil wird. Aus diesem Grund eignet sich diese Methode hervorragend für gefüllte Croissants und Viennoiserie-Produkte mit höherem Gewicht oder viel Volumen.

Besonders häufig wird diese Tourierung bei Croissants mit Cremefüllungen eingesetzt – etwa bei Karamell-Vanille-Croissants, exotischen Croissants oder anderen gefüllten Varianten. Auch Produkte wie Pain au Chocolat, dänisches Gebäck oder fruchtgefüllte Plunder profitieren von der stabilen und voluminösen Struktur dieser Tourierung. Häufig wird dabei mit einer etwas stärkeren Endteigdicke von etwa 4 mm gearbeitet, um ausreichend Stand und Volumen zu erzeugen.

Beim Butteranteil haben sich etwa 30–35 % Butter bezogen auf die Teigmenge bewährt. Durch die höhere Anzahl an Schichten verteilt sich die Butter besonders fein im Teig und sorgt für eine zarte, saftige Krume mit guter Frischhaltung.

4.) Drei einfache Touren – für maximales Volumen

Ein Croissant, das mit drei einfachen Touren in Brieffalttechnik hergestellt wird, besitzt insgesamt siebenundzwanzig Butterschichten. Damit entstehen von allen klassischen Tourierungsarten die meisten Butterlagen, wodurch ein besonders feines und voluminöses Croissant erzeugt wird.

Bei Verwendung einer Teigausrollmaschine können die ersten beiden einfachen Touren direkt hintereinander durchgeführt werden. Anschließend sollte der Teig etwa 30 Minuten ruhen, bevor die dritte Tour erfolgt. Auch bei dieser Methode empfiehlt es sich, bereits bei der letzten Tour die gewünschte Teigbreite zu erreichen, damit der tourierte Teig später nur noch in die Länge ausgerollt werden muss.

Durch die hohe Anzahl an Schichten wird der Teig extrem fein laminiert. Das Ergebnis sind sehr dünne, zarte Teiglagen mit einem besonders lockeren Volumen. Gleichzeitig bleiben die Lufteinschlüsse im Inneren kleiner und dichter verteilt, wodurch beim Anschnitt eine gleichmäßige und stabile Krume entsteht.

Diese Methode ist in Frankreich deutlich weniger verbreitet als die klassischen Varianten mit zwei Touren, bietet jedoch einige interessante Vorteile. Durch die vielen dünnen Butterlagen bleibt das Croissant besonders lange knusprig und weicht deutlich langsamer durch. Vor allem die Frischhaltung profitiert von der fein verteilten Butter im Teig.

Aus diesem Grund eignet sich diese Tourierung besonders für Croissants mit höherem Butteranteil oder für Produkte, bei denen eine längere Knusprigkeit und Haltbarkeit gewünscht wird.

Beim Butteranteil haben sich etwa 32–38 % Butter bezogen auf die Teigmenge bewährt. Durch die vielen dünnen Schichten kann die Butter besonders gleichmäßig verteilt werden, ohne dass die Croissants schwer oder fettig wirken.


Wichtig:

Besonders wichtig beim Laminieren: Sowohl der Grundteig als auch die Butterplatte sollten möglichst dünn und gleichmäßig ausgerollt werden. Dadurch lässt sich die Butter deutlich einfacher und sauberer eintourieren. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Eckkanten beim Ausrollen sauber abzuschneiden. Das erleichtert die weitere Aufarbeitung enorm und sorgt für gleichmäßige Butter- und Teigschichten bis in den Randbereich.

Die richtige Formgebung – Teigstärke, Dreiecksgröße und Einfluss auf das Croissant

Je nach gewünschtem Endprodukt gibt es bei Croissants deutliche Unterschiede in Form, Größe und Tourierung. Neben der Anzahl der Touren spielen auch Teigstärke sowie die Abmessungen der Teigdreiecke eine entscheidende Rolle für das spätere Backergebnis. Während kleinere Croissants meist mit stärker ausgeprägter Schichtung und geringerem Gewicht hergestellt werden, benötigen großvolumige Croissants breitere und längere Teigdreiecke.

Als grobe Richtlinie wird der tourierte Teig häufig auf etwa 3,5 mm Dicke ausgerollt. Die Dreiecke besitzen dabei meist eine Breite von 9–10 cm und eine Länge von 28–30 cm. Diese Maße ermöglichen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Volumen, Schichtung und einer gleichmäßigen Formgebung. Je nach gewünschter Optik und Gewicht können diese Richtwerte jedoch individuell angepasst werden.


Gare

Auch die Endgare wird häufig unterschätzt. Croissants sollten möglichst nicht über 28°C gegärt werden. Wird die Gare zu warm geführt, beginnt die Butter zwischen den Schichten weich zu werden und verliert ihre stabilisierende Wirkung. Die Folge sind flache Croissants mit wenig Volumen und unsauberen Schichten. Dauer der Endgare ca. 2,5-3 Std, bei 75% Luftfeuchtigkeit und 27°C

Backen

Mindestens genauso entscheidend ist das Backen selbst. Ein hohes Anbacken sorgt für Stabilität und garantiert, dass das Croissant seine Form behält – 200-205C^fallend auf 170-180°C haben sich als richtwert bewiesen. Wird zu kühl gebacken, fallen Croissants während des Backens oft sichtbar zusammen – ein klassisches Zeichen für zu niedrige Anfangshitze. Die Backzeit sollte je nach Größe etwa 17–18 Minuten betragen.

Besonders gute Ergebnisse liefern Heißluftöfen. Durch die gleichmäßigere Hitzeverteilung entstehen stabilere Croissants mit besserer Krustenbildung und schönerer Ausbundentwicklung. Wichtig bleibt dabei jedoch immer die Balance zwischen kräftigem Anbacken und ausreichender Backzeit.


Eistreich und Glanzstreiche – für perfekte Farbe und Glanz bei Croissant

Der richtige Eistreich entscheidet maßgeblich über die spätere Optik von Croissants, Plundergebäck und anderen Viennoiserie-Produkten. Eine ausgewogene Mischung sorgt nicht nur für eine gleichmäßige Bräunung, sondern auch für einen feinen Glanz und eine attraktive Oberfläche nach dem Backen.

Zutaten

  • 50 g Vollei
  • 50 g Eigelb
  • 50 g Milch
  • 5g Honig
  • 1 Prise Salz

Herstellung

Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und etwa 30 Sekunden mit dem Stabmixer gut vermischen. Durch das Mixen verbinden sich die Zutaten zu einer homogenen Masse, die sich später besonders gleichmäßig auftragen (sprühen) lässt.

Anschließend die Mischung durch ein feines Sieb passieren. Dadurch werden Eifäden und mögliche Klümpchen entfernt, was einen sauberen und gleichmäßigen Auftrag ermöglicht.

Der fertige Eistreich sollte bis zur Verwendung im Kühlschrank gelagert werden.

Wirkung der Eistreich

Der Anteil an Eigelb sorgt für eine kräftige Farbgebung und einen schönen Glanz, während die Milch die Bräunung unterstützt und den Auftrag geschmeidiger macht. Dadurch entsteht nach dem Backen eine gleichmäßige, goldbraune Oberfläche ohne Fleckenbildung.

Besonders wichtig ist ein dünner und gleichmäßiger Auftrag. Zu viel Eistreich kann die feinen Teig-Butterschichten verkleben und das Ofentriebverhalten negativ beeinflussen.

Glanzstreiche mit Sirup

Um Croissants und Plundergebäck nach dem Backen zusätzlichen Glanz zu verleihen, eignet sich ein einfacher Zuckersirup hervorragend. Dieser wird direkt nach dem Backen dünn auf das heiße Gebäck aufgetragen.

Zutaten

  • 100 g Wasser
  • 100 g Zucker

Herstellung

Wasser und Zucker in einen Topf geben und unter ständigem Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Sobald die Mischung aufkocht, den Topf vom Herd nehmen und den Sirup auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Der fertige Sirup kann im Kühlschrank gelagert und bei Bedarf verwendet werden.

Der dünn aufgetragene Sirup sorgt für einen attraktiven Glanz und schützt die Oberfläche zusätzlich vor dem Austrocknen. Gleichzeitig bleiben Croissants und Plundergebäck länger frisch und wirken optisch hochwertiger. Besonders bei gefüllten oder dekorierten Viennoiserie-Produkten verleiht die Glanzstreiche ein professionelles Finish.


Keyfacts zum Laminieren von Croissantteigen

  • Knetzeit: 15–20 Minuten für ein stabiles Klebergerüst
  • Optimale Teigtemperatur: 24–25°C
  • Teigreife nach dem Kneten: ca. 60 Minuten
  • Anschließend mehrere Stunden bis 15 Stunden gut durchkühlen
  • Buttermenge: ca. 25 % vom Teiggewicht oder 50 % der Mehlmenge je nach Laminierung
  • Butter im Grundteig zusätzlich berücksichtigen
  • Grundteig und Butterplatte möglichst dünn ausrollen
  • Eckkanten beim Ausrollen abschneiden für gleichmäßige Schichten
  • Mehr Schichten = feinere Krume
  • Weniger Schichten = größere Wabenstruktur
  • Weniger Touren benötigen meist auch weniger laminierte Butter
  • Endgare nicht über 28°C
  • Kräftiges Anbacken sorgt für stabile Croissants
  • Zu niedrige Backtemperatur führt oft zum Zusammenfallen
  • Backzeit: ca. 17–18 Minuten
  • Heißluftöfen liefern meist stabilere und gleichmäßigere Ergebnisse


Holsteiner Klöben

Es ist ein Zwischending zwischen Stollen und Stuten. Nicht so kompakt wie Stollen, aber auch nicht so locker und fluffig wie Stuten. Die Früchte werden in einer frei wählbaren Flüssigkeit eingeweicht, hier Rum und Orangensaft. Der Vorteig wird kalt geführt, um der starken Kneterwärmung des Hauptteiges entgegenzuwirken. Das alte Anstellgut kann durch je die Hälfte Weizenmehl 550 und Wasser ersetzt werden.

Flat Croissant

18 May 2026 at 12:44

Sinnloser Hype oder überraschend gut?

Das Flat Croissant stammt ursprünglich aus der modernen Café- und Bäckerszene Südkoreas und verbreitete sich von dort über Social Media in die ganze Welt. Besonders auf TikTok tauchte dieses flach gedrückte Croissant plötzlich überall auf. Viele glauben zwar, der Trend komme aus New York, tatsächlich wurde er aber scheinbar zuerst in Korea populär.

Als ich die ersten Flat Croissants gesehen habe, dachte ich ehrlich gesagt sofort: Wieder so ein Trend, der auf Fotos besser aussieht als er schmeckt. Flach gedrückte Croissants, meist zwischen zwei Blechen im Ofen gebacken – für mich klang das eher nach trockenem Gebäck als nach Genuss. Schließlich lebt ein gutes Croissant von seiner lockeren, blättrigen Struktur und der feinen Buttrigkeit. Warum also platt drücken?

Bis ich selbst damit experimentiert habe – die Überraschung kam im Waffeleisen

Statt das Flat Croissant im Ofen zu backen, habe ich den Teigling einfach ins Waffeleisen gelegt – und genau dort wurde es plötzlich richtig spannend.

Der große Vorteil:
Das Waffeleisen backt extrem schnell. Nach vier bis fünf Minuten ist das Croissant goldbraun, knusprig und innen erstaunlich saftig. Im Ofen hingegen trocknet ein flach gedrücktes Croissant meiner Meinung nach eher aus. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob diese Variante schon einmal jemand versucht hat. Gesehen habe ich Flat Croissants bislang nur zwischen zwei Blechen gebacken – nicht jedoch im Waffeleisen.

Besonders interessant wird es, wenn man den Teigling zuvor leicht im Kristallzucker wälzt. Der Zucker karamellisiert im Waffeleisen und sorgt für eine feine Karamellkruste, zusätzliche Rösche und einen richtig spannenden Geschmack.

Rezept

für ein Teiggewicht von

500gWeizenmehl 550/700
oder T55 Gruau
180gWasser 2°C
50gVollei (1 Stk)
10gSalz
70gKristallzucker
22gHefe
60gButter
250gButter zum Laminieren

Herstellung

  • Mehl, Wasser, Salz, Zucker und die erste Hefemenge in der Knetmaschine etwa 4 Minuten langsam ankneten. Anschließend die Butter vom Hauptteig sowie die restliche Hefe hinzufügen und den Teig weitere 8–10 Minuten schnell auskneten, bis ein glatter und straffer Teig entsteht.
  • Den fertigen Teig abgedeckt bei Raumtemperatur etwa 45 Minuten entspannen lassen.
  • Danach den Teig zu einem rechteckigen Stück 17x34cm ausrollen. Den Teig gut mit Plastikfolie abdecken und für etwa 3 Stunden in den Tiefkühlschrank legen. Anschließend den Teig für etwa 15 Stunden im Kühlschrank lagern, damit er vollständig durchkühlt und entspannen kann.
  • Für das Tourieren die Butterplatte zu einem Rechteck von etwa 17 x 17 cm formen. Den gekühlten Teig aus dem Kühlschrank nehmen und die Butter einlaminieren. Danach eine doppelte und anschließend eine einfache Tour geben.
  • Nach dem Tourieren den Teig erneut gut abgedeckt für etwa 2 Stunden im Kühlschrank entspannen und durchkühlen lassen.
  • Anschließend den Teig vorsichtig auf etwa 28–30 cm Breite und rund 40 cm Länge ausrollen. Die Stärke des ausgerollten Teiges sollte etwa 3,5mm betragen.
  • Nun Dreiecke mit etwa 10 cm Breite und 28 cm Länge ausschneiden. Je nach Verschnitt ergeben sich daraus ungefähr 13-15 Croissants.
  • Die Teigdreiecke locker aufrollen und mit genügend Abstand auf Bleche setzen. Anschließend gut abdecken und reifen lassen. Die Gare kann je nach Temperatur mehrere Stunden dauern. Im Gärraum bei 28 °C dauert die Stückgare etwa 2,5–3 Stunden, bei Raumtemperatur eher 3,5–4 Stunden.
  • Für die Flat-Croissant-Variante empfehle ich, die gegarten Croissants leicht mit Wasser zu bestreichen und anschließend in Kristallzucker zu wälzen. Danach werden die Croissants direkt ins vorgeheizte Waffeleisen gelegt und leicht angedrückt.
  • Die Backzeit beträgt je nach Gerät etwa 4,5 – 5 Minuten. Bei meinem Wilfa Waffeleisen mit einer Skala von 1–5 wurde auf Stufe 4 gebacken.
  • Nach dem Auskühlen können die Flat Croissants zusätzlich mit Schokolade verziert oder dünn bestrichen werden.


Buchebener Heidebrot

Dabei wird der langgewirkte Teigling nach etwa halber Gare der Länge nach durchgeschnitten und mit der Schnittfläche nach oben auf Gare gestellt, anschließend auch so gebacken. Dadurch entsteht ein Brot mit einem hellen Mehlkranz und einer dunklen, glänzenden und glatten Kruste. Wichtig ist hier, dass der Dampf gezielt abgelassen wird, damit das Brot gut nach oben zieht. 

Damit der an sich feste Teig mit mehr Feuchtigkeit ausgestattet ist, kommt ein Mehlkochstück aus Roggen zum Einsatz. Ein Vollkornsauerteig und ein Vollkornvorteig tragen zum Geschmack bei.

Easy Fattoush Salad (1 Bowl!)

12 May 2026 at 10:00
Easy Fattoush Salad (1 Bowl!)

Introducing weeknight-friendly fattoush salad! This EASY, 1-bowl, 20-minute version is our inspired take on the classic Levantine dish. Think fresh, crunchy veggies tossed in a bright pomegranate dressing with herby mint leaves, crispy pita chips, and pomegranate arils (major YUM)!

It’s a refreshing side to pair with other Mediterranean- and Middle Eastern-inspired recipes, or toss in some chickpeas to make it a light meal on its own.

Easy Fattoush Salad (1 Bowl!) from Minimalist Baker →

PB 161 - Quereinsteiger im Bäckerhandwerk - Katharina Schlungs von "Brot mit Hut"

Warum sie vor allem mit Sauerteig arbeitet, welche bürokratischen Hürden ihr im Weg standen, was ihre Bäckerei Brot mit Hut mit Hüten zu tun hat und wie ihr Laden läuft, das erzählt sie in dieser Podcastfolge. 

Infos zur Quereinsteiger-Reihe: Wer abseits der ausgetretenen Pfade als Quereinsteiger eine eigene Bäckerei eröffnen möchte, hat es in Deutschland schwer. Um Meisterzwang und das veraltete Ausbildungssystem zu überwinden, braucht es Nerven, Willensstärke und viel Freude am guten Brot. In dieser Reihe nehmen uns Quereinsteiger mit auf ihren Weg. Viele weitere Infos und Ratschläge findest du in meiner Artikelserie: Quereinstieg ins Bäckerhandwerk

Feines Dinkelbrot

Im Rezeptentwicklungskurs 2023 haben wir unseren Teilnehmern eine Zutatenliste vorgesetzt, aus der sie Rezepte entwickeln sollten. Sie waren völlig frei in der Kombination der Vorstufen und Führungsarten, mussten sich aber auf die vorgegebenen Zutaten beschränken, lediglich die Wassermenge durften Sie frei bemessen. 

Herausgekommen sind viele spannende Rezepte, von denen einige hier veröffentlicht werden. 

Heute ein eher kleinporiges Dinkelbrot mit toller Frischhaltung. 

Bremer Kaneelbrötchen mit Vorteig

Nachdem vor einiger Zeit im NDR-Fernsehen ein Beitrag über eine Bäckerei lief, die Kaneelbrötchen herstellt und ich das Rezept dazu auf der Sendungswebsite las, wurde mir bei der angegebenen Hefemenge von mehr als 11 % schwindelig. Gemeinsam mit Christina habe ich dieses Rezept umgebaut. Die Stückgare verlängert sich dadurch, aber der Geschmack verbessert sich um Welten. 

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