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Berlin und Paris: Diesel-Versprechen an Trump erfordert keine neue Freigabe 

7 October 2026 at 13:39

BRÜSSEL — Deutschland und Frankreich teilten am Mittwoch mit, dass sie Dieselvorräte freigeben werden, die bereits im März im Rahmen der G7-Zusage zugesagt worden waren. Damit bleibt unklar, ob darüber hinaus noch weitere Bestände freigegeben werden, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Diplomaten gegenüber POLITICO sagten.

Die Äußerungen deuten darauf hin, dass Europas Versprechen an US-Präsident Donald Trump von vergangener Woche, Millionen Barrel des Kraftstoffs freizugeben, weniger großzügig war, als zunächst angenommen.

Die G7-Länder haben sich am Freitag dazu verpflichtet, in den nächsten 20 Tagen eine „erhebliche“ Menge Diesel freizugeben, um die weltweiten Preise zu senken. Zuvor hatten hochrangige Vertreter der Trump-Regierung damit gedroht, ein Exportverbot für den Kraftstoff zu verhängen, sollten die europäischen Länder ihre Reserven nicht freigeben.

In einem Treffen hinter verschlossenen Türen räumten die Länder am Mittwoch ein, dass die Freigabe keine neuen Barrel Diesel umfassen würde, so die beiden Diplomaten. Stattdessen handele es sich um Barrel, die bereits im Rahmen einer umfassenderen europäischen Verpflichtung zugesagt worden waren, zwei Drittel davon Raffinerieprodukte. Diese Vereinbarung wurde im März, wenige Wochen nach Ausbruch des Krieges im Iran, von der Internationalen Energieagentur (IEA) vermittelt.

Die genauen Mengen, die die beiden Länder freigeben werden, sind noch unklar. Sie werden jedoch einen Teil der verbleibenden Bestände ausmachen, für deren Freigabe im März eine Zusage gemacht wurde, wie die Diplomaten und ein Sprecher der deutschen Regierung bestätigten.

Von den zugesagten 2,65 Millionen Tonnen Öl, Diesel und Jet-Fuel hat Deutschland bislang nur 600.000 Tonnen auf den Markt gebracht. Inwieweit Frankreich seine Zusage, 14,6 Millionen Barrel freizugeben, bereits erfüllt hat, bleibt unklar. Doch das Land hat erklärt, dass es von dieser Zusage noch mindestens 8 Millionen Barrel übrig habe, die es im Rahmen der jüngsten Bemühungen freigeben könne, wie zwei weitere Diplomaten gegenüber POLITICO sagten.

Die Länder, die über einige der größten Vorräte an raffinierten Erdölprodukten in Europa verfügen, wurden von der Trump-Regierung dafür kritisiert, dass sie ihren im März zugesagten Anteil noch nicht vollständig bereitgestellt haben. Deutschland führt dies laut einem Dokument, das POLITICO vorliegt, auf die schwache Nachfrage nach den Barrel zurück.

Es ist unklar, ob sich die Länder letztendlich dazu entschließen werden, zusätzliche Barrel bereitzustellen. Ein europäischer Beamter erklärte am Montag gegenüber POLITICO, dass die neue Zusage „zwangsläufig“ eine erneute Freigabe impliziere. Wie zwei weitere mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten, wird heute eine außerordentliche Sitzung der IEA stattfinden.

Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der Verunsicherung in anderen Mitgliedsländern darüber, wer wann wie viel bereitstellen würde. Einige osteuropäische Länder wie Bulgarien äußerten zudem Bedenken, dass der Abbau der Reserven zur Bekämpfung der Preise sie im Falle einer Versorgungskrise verwundbar machen würde, so die Informanten.

Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigte am Dienstag, dass Berlin keine neuen Barrel freigeben werde.

„Die G7 hat die IEA gebeten, die zügige und vollständige Umsetzung der für März 2026 eingegangenen Verpflichtungen zu überwachen“, sagte die Sprecherin gegenüber POLITICO. „Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung der bereits erfüllten Verpflichtungen sollen die Verpflichtungen durch eine koordinierte Freigabe von 100 Millionen Barrel über die IEA umgesetzt werden.“

Sie fügte hinzu, dass „zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Mengen“ freigegeben würden.

Aude le Gentil hat zu diesem Bericht beigetragen.

France and Germany say diesel promise to Trump won’t require new stock release

7 October 2026 at 12:12

BRUSSELS — France and Germany said Wednesday that they will release diesel stocks that were already committed in March as part of the G7 pledge to tap stockpiles of oil products, leaving it uncertain as to whether any new barrels will be released in addition, two diplomats familiar with the matter told POLITICO. 

The comments suggest Europe’s promise to U.S. President Donald Trump last week to release millions of barrels of the transport fuel was less generous than it sounded.

The G7 club of rich countries committed Friday to release a “substantial” amount of diesel in the next 20 days to bring down global prices after senior Trump administration officials threatened to impose an export ban on the fuel if European countries didn’t unlock their reserves.

But in a closed-door meeting of EU energy officials Wednesday, the countries acknowledged that the release wouldn’t include new barrels of diesel but rather barrels already pledged under a wider European commitment to release 100 million barrels, two-thirds of which were refined products, the diplomats said. That deal was brokered by the International Energy Agency in March weeks after the outbreak of the war in Iran. 

The exact quantities Germany and France will release remains unclear, but they will represent a portion of the remainder of the stocks committed in March, the diplomats and a German government spokesperson said.

Of the 2.65 million tons of oil, diesel and jet fuel promised, Germany has so far released only 600,000 tons onto the market. It remains unclear how much France has contributed of its own commitment to release 14.6 million barrels of oil products. However, Paris has indicated privately that it still has 8 million barrels left under the March commitment, which it will contribute under the latest push, two other diplomats told POLITICO.

The countries, which boast some of the largest reserves of refined oil products in Europe, have been criticized by the Trump administration for not contributing the full share committed in March. Germany attributes that to weak demand for the barrels, according to a document seen by POLITICO.

It’s not clear whether countries will ultimately decide to commit additional barrels, with one European official telling POLITICO Monday that the fresh commitment “necessarily implied” a fresh release. France on Wednesday signaled it could release 2 million barrels of diesel on top of the quantities agreed in March — as part of the G7 vow to prioritize releases of the motor fuel over the next 20 days — but stopped short of offering a clear commitment, two diplomats said. An extraordinary meeting of the IEA will take place today, two other people familiar with the matter said.

The move came amid confusion from other member countries over who was committing how much and when, with some Eastern European countries like Bulgaria also expressing concern that blowing through reserves to combat prices would leave them exposed in the event of a supply crisis, the people said.

A spokeswoman for Germany’s economy and energy ministry confirmed on Tuesday that Berlin would be releasing no new barrels.

“The G7 has asked the IEA to monitor a swift and complete implementation of the commitments made for March 2026,” the spokeswoman told POLITICO. “Against this background, and taking into account commitments already fulfilled, the obligations are to be implemented through a coordinated release of 100 million barrels via the IEA.”

She added “as of now, no additional quantities” would be released.

Aude le Gentil contributed to this report.

This article has been updated.

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