Let your tastebuds transport you to a tropical destination with our new NO-BAKE Coconut Lime Energy Bites! What started as a cake quickly turned into these tasty little treats because who wants to turn on their oven during summer?
These 7-ingredient, flavor-filled bites are the perfect mid-day treat for summer & beyond. They’re tangy, coconutty, and ridiculously easy to make. Let us show you how!
These naturally sweetened coconut lime energy bites begin with our favorite fiber & mineral-rich sweetener: dates!
Nach einer dringend notwendigen Auszeit vom Bloggen (nicht vom Backen ) melde ich mich mit einem kleinen Bericht zurück. Vor zwei Wochen habe ich mir eine Brotreise nach Paris gegönnt. Paris ist für mich persönlich einer der größten Sehnsuchtsorte was die Kulinarik angeht. Das bezieht sich sowohl auf Brot und Kleingebäck, als auch auf die Patisserie, Chocolaterie und die Restaurantkultur.
Selbst wenn man sich nicht auskennt, wo die Qualität stimmt, ist es unvergleichlich wahrscheinlicher als in Berlin, Hamburg, Köln usw., in dieser Stadt gute Lebensmittelqualität zu finden. Lebensmittel, die handwerklich hergestellt sind von Menschen, die Geschmack, Optik, Haptik und Textur noch über alles stellen. Und wo diese Qualität auch ihren Preis haben darf und von den Menschen dennoch geschätzt und genossen wird.
Ich will hier nicht allzusehr verallgemeinern. Auch in Paris gibt es viel Convenience-Food und ex-und-hopp Nahrung. Aber es macht einfach Spaß, in so vielen verschiedenen Bäckereien ein optisches und geschmackliches Highlight nach dem anderen zu entdecken. So ging es mir auch vor 11 Jahren, als ich schon einmal die Gelegenheit zu einer Brotreise nach Paris hatte.
Mein Freund Oliver Distelkamp hatte mich schon mehrfach zu einer erneuten Brotreise nach Paris eingeladen, was nun schon dreimal aus familiären oder beruflichen Gründen nicht geklappt hat. In Zusammenarbeit mit der „Ecole de Boulangerie et Patisserie“ im Pariser Stadteil Bercy bietet er nämlich einmal jährlich ein solches Brot-Highlight an. Ein zweitägiger Backkurs unter Leitung einer französischen Backlehrerin, garniert mit einem ausführlichen Gang durch die Stadt zu einigen der besten Bäckereien und Patisserien von Paris.
Ich bin schon am Vortag mit dem Zug angereist und habe zu Fuß die Stadt etwas erkundet. Leider war es im wärmsten Mai aller Zeiten zufällig recht kühl, windig und vor allem regnerisch, so dass ich ordentlich nass wurde. Es war aber trotzdem wieder mal eindrücklich, durch diese wundervolle Stadt zu schreiten und die vielen Eindrücke aufzunehmen.
Angekommen am ehrwürdigen Gare du NordTuielerie Garten Typische StraßenansichtDie MetroStraßengeschäft im Marais
Abends haben wir uns dann zum ersten mal mit den Kursteilnehmern getroffen und authentische französische Küche im Restaurant „Auberge Aveyronnaise“ genossen. Dieses Restaurant bekommt eine echte Empfehlung von mir und ist einen Besuch mehr als wert. Reservierung ist unbedingt zu empfehlen! Das Restaurant war bis auf den letzten Platz an diesem Mittwoch Abend voll.
Am nächsten Morgen trafen wir uns dann zunächst zum Rundgang durch die besten Pariser Bäckereien und Konditoreien. Insgesamt 8 km haben wir zu Fuß zurückgelegt, die sich aber mehr als gelohnt haben. Die Adressen habe ich mir natürlich gespeichert – hier könnt ihr sie ansehen. Ich kann jede einzelne dieser Bäckereien und Restaurants empfehlen.
Los gehts mit der MetroRue Oberkampff – hier gleich zwei HighlightsAn der Metro Les Halles, tolle BaguettesPorung..Patisserie StohrerDa konnte ich nicht widerstehenIm jüdischen ViertelCroissants von „Graine“Exzellent!!
Nachmittags ging es dann in die Bäckerei. Unter der fachkundigen Anleitung von Bäckerin Aurelia und Brotsommelier Yanick Behrendt, der für uns übersetzt hat, wurden mehrere typische Brote und Kleingebäcke vorbereitet und am nächsten Tag hergestellt und gebacken. Wenn mir auch schon vieles bekannt war, war es wieder einmal toll, einer französischen Bäckerin über die Schultern zu blicken und zu sehen, mit welchem Geschick die wunderbaren Backwaren hergestellt wurden. Dabei durften wir auch bei fast jedem Gebäck selbst Hand anlegen. Wir hatten auch Gelegenheit, den französischen Patisserie-Schülern bei der Arbeit zuzusehen.
Die BackschuleTeige herstellenCroissantteig tourierenRustikales LandbrotCroissant und Pain au ChocolatDie Produkte der MeisterschülerUnsere CroissantsUnsere Ergebnisse
Diese Reise hat mir sehr gefallen und mir auch im Hinblick auf meine Backmotivation richtig gut getan. Ein einmaliges Erlebnis, das ich nur jedem mit Interesse an der französischem Backkunst empfehlen kann.
In Kürze gibt es von mir auch wieder neue Rezepte. Ich habe mit einem Vollkornmehl aus weißem Weichweizen Backtests machen dürfen und ein Brotrezept damit entwickelt.
Disclaimer: Der Beitrag enthält einen Link zur kommerziellen Seite Deligio.de. Hierfür habe ich keine Zuwendungen erhalten. Die Brotreise und den Kurs habe ich vollständig selbst finanziert.
Neulich habe ich einen Gugelhupf gebacken, der mich in mehrfacher Hinsicht überrascht hat. Nicht irgendeinen – sondern einen französischen, mit einem Teig, der durch seinen Butteranteil von satten 60 % stark an einen Panettone erinnert.
Das Ergebnis: Ein Kuchen, der aussieht wie ein Hefekuchen, sich anfühlt wie fluffiges Gebäck – aber im Mund plötzlich an Sandkuchen erinnert.
Klingt widersprüchlich? Ist es auch. Und genau das macht ihn so spannend.
Schon beim Kneten war klar: Hier kommt ordentlich Butter ins Spiel. Der Teig war elastisch, zog Fäden und glänzte wie ein typischer Panettone-Teig. Man braucht Geduld, eine gute Technik und starke Nerven – denn Butter in solchen Mengen macht Hefeteige träge, aber zart. Wer sie richtig behandelt, wird belohnt.
Was mich besonders fasziniert hat: Trotz der weichen, wattigen Struktur wirkt der Kuchen beim Essen trocken – wie ein Sandkuchen.
Warum? Die hohe Buttermenge umhüllt die Mehlpartikel – das Fett wirkt wie ein Isolator. So kann weniger Wasser in die Stärke eindringen. Die Krume erscheint dadurch weniger saftig, obwohl sie es rein technisch nicht ist. Wir interpretieren die feine, krümelige Textur einfach als „trocken“. Ein sensorischer Trick, der auch bei klassischen Sandkuchen oder fettreichen Rührteigen funktioniert.
Nach dem Backen habe ich den Gugelhupf mit flüssiger Butter bestrichen und in Kristallzucker gewälzt. Das ergibt außen eine zuckrig-knirschende Hülle, innen bleibt er weich und sanft. Der Zucker bringt genau das, was die sandige Textur vermissen lässt: einen knackigen Kontrast und einen Hauch von karamelliger Freude.
Was mich wirklich verblüfft hat: Der Gugelhupf blieb tagelang frisch – einfach nur in Plastikfolie gewickelt. Kein Austrocknen, kein Geschmacksverlust. Butter und Zucker wirken hier fast wie eine natürliche Versiegelung und halten die Feuchtigkeit im Inneren fest.
Ein echter Genuss – und mit der Zuckerkruste einfach nur MEGA.
Rezept
für ein Teiggewicht von 1520g / 4 Stk zu je 380g Teigeinlage
Zuerst wird die Butter vorbereitet: Dazu nimmt man etwa fünf Prozent der Mehlmenge und verknetet sie mit der kalten Butter direkt aus dem Kühlschrank, bis sie plastisch wird. Dieser Schritt mag ungewöhnlich wirken, ist aber entscheidend – denn so bleibt die Butter während des gesamten Knetvorgangs stabil und lässt sich später besser in den Teig einarbeiten, ohne ihn zu stark zu erwärmen. Die plastifizierte Butter wird danach kühl gestellt, während man sich dem Hauptteig widmet.
In einer Teigwanne werden nun Weizenmehl, Zucker, Salz, Hefe, Eigelb und das Mark einer Vanilleschote miteinander vermischt. Der Teig wird so lange geknetet, bis er beginnt, sich von der Schüssel zu lösen – das ist das Zeichen, dass sich das Klebergerüst entwickelt. Erst jetzt kommt die vorbereitete Butter in kleinen Portionen dazu. Sie wird nach und nach eingearbeitet, während der Teig kräftig weitergeknetet wird. Ziel ist eine glatte, elastische und glänzende Teigstruktur. Dabei ist es besonders wichtig, dass der Teig nicht über 26 °C warm wird – denn ein zu warmer Teig kann instabil werden und die Struktur verlieren.
Wenn der Teig vollständig ausgeknetet ist, werden die eingeweichten Rumrosinen und das fein gewürfelte Orangeat behutsam untergeknetet. Dieser Schritt sollte langsam und schonend erfolgen, damit die eingelegten Früchte gut im Teig verteilt werden, aber nicht zerdrückt werden oder die Struktur aufreißen.
Anschließend wird der Teig wieder in die Teigwanne gegeben und darf dort für 60 Minuten bei Raumtemperatur ruhen. In dieser Zeit entspannt er sich und beginnt, an Volumen zuzunehmen. Nach der Teigreife wird er in vier gleich große Stücke geteilt. Diese Teiglinge werden vorsichtig rundgewirkt, also zu Kugeln geformt, und dürfen dann noch einmal kurz entspannen. Danach wird in der Mitte jedes Teiglings ein Loch geformt und behutsam ausgeweitet. Die entstandenen Kränze werden in gut gefettete Gugelhupfformen gelegt.
Die Formen werden nun abgedeckt und bei Raumtemperatur für etwa 80 bis 90 Minuten auf die Endgare gestellt. Der Teig sollte sich dabei sichtbar vergrößern, aber nicht überreif werden.
Gebacken werden die Gugelhupfe anschließend bei 190 °C, fallend auf 175 °C. Die Backdauer beträgt etwa 30 Minuten – entscheidend ist eine Kerntemperatur von 92 °C. Nach dem Backen sollten die Kuchen noch etwa 15 Minuten in der Form abkühlen, bevor man sie vorsichtig stürzt.
Solange die Gugelhupfe noch warm sind, werden sie mit flüssiger Butter bestrichen und in Kristallzucker gewälzt. So entsteht außen eine zart knirschende Zuckerhülle, die nicht nur optisch reizvoll ist, sondern auch geschmacklich einen schönen Kontrast zur buttrig-weichen, fast sandkuchenartigen Krume bildet.
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Wer Croissants liebt und bei Donuts schwach wird, für den ist der Cronut das süßeste Liebeskind zweier Welten. Außen knusprig, innen fluffig – wie ein Croissant eben – aber mit der verspielten Form und dem sündhaft leckeren Topping eines Donuts. Einfach unwiderstehlich!
Jeder Biss ist ein kleines Abenteuer: zarte Schichten, buttrig und duftend, treffen auf eine Zucker- oder Glasurkruste, die perfekt knackt. Ob mit Vanillecreme gefüllt, mit Zimt bestäubt oder mit Schokolade verziert – der Cronut überrascht immer wieder neu.
Kein Wunder, dass dieses kleine Gebäck weltweit Herzen im Sturm erobert hat. Ein Cronut ist nicht nur ein Snack – es ist ein Moment purer Freude.
Alle Zutaten zunächst 3–4 Minuten bei langsamer Geschwindigkeit miteinander vermischen. Ziel ist es, die Zutaten lediglich zu verbinden – ein Auskneten ist in diesem Stadium nicht notwendig und sogar unerwünscht. Die langsame Stufe reicht vollkommen aus. Anschließend den Teig zu einem glatten Ballen formen, in eine abgedeckte Teigwanne legen und für ca. 2 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen. In dieser Zeit sollte sich das Volumen des Teiges nahezu verdoppeln.
Nach der Reifezeit den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und vorsichtig zu einem rechteckigen Teigfleck drücken. Dabei ist es wichtig, die entstandenen Gärgase vollständig herauszudrücken – das sorgt später für eine gleichmäßige Struktur. Den geformten Teig mit Folie oder Plastik abdecken und für 3–4 Stunden bei 2–3 °C im Kühlschrank lagern.
Währenddessen wird das Butterstück vorbereitet: Dafür die Butter zu einer rechteckigen, gleichmäßigen Platte formen und bis zur weiteren Verwendung ebenfalls kühl stellen. Sobald der Teig vollständig durchgekühlt ist, wird die Butterplatte eingearbeitet – zunächst mit einer doppelten, dann mit einer einfachen Tour. Das ergibt insgesamt 12 Butterschichten.
Nach der zweiten Tour den Teig auf eine Dicke von ca. 2 cm ausrollen, abdecken und im Kühlschrank nochmals für etwa 1 Stunde entspannen und durchkühlen lassen.
Für die weitere Aufarbeitung den Teig auf etwa 1 cm Dicke ausrollen, mittig teilen und die Hälften übereinanderlegen. Die Zwischenschicht leicht mit Wasser bepinseln – das hilft, die beiden Teigstücke besser miteinander zu verbinden. Nach dem Übereinanderlegen verfügt der Teig über insgesamt 24 Butterschichten. Den Teig erneut für 15 Minuten im Kühlschrank entspannen lassen.
Anschließend den Teig auf eine Endstärke von 15 mm ausrollen und mit runden Ausstechern ausstechen. Der Außendurchmesser sollte etwa 8–9 cm betragen, das Loch in der Mitte 2–3 cm. Die ausgestochenen Teigstücke auf ein bemehltes Backblech setzen. Wer das Handling beim Frittieren erleichtern möchte, kann die Teiglinge auf 10×10 cm große Stücke Backpapier absetzen – das Papier wird beim Frittieren einfach mit eingelegt und nach kurzer Anbackzeit entfernt.
Die ausgestochenen Cronuts nun abgedeckt zur Endgare stellen, bis sich ihr Volumen nochmals deutlich – idealerweise verdoppelt – vergrößert hat.
Gebacken werden die Cronuts in einer Fritteuse bei 170 °C goldbraun. Nach dem Backen kurz abkühlen lassen und je nach Geschmack in Kristallzucker, Zimtzucker oder – wie in meinem Fall – in temperierte, flüssige Schokolade tunken. Optional können die Cronuts zusätzlich mit Marmelade, Pudding oder anderen Cremen gefüllt werden.
Why choose between spicy, savory, and sweet when you can have them ALL? All the taste buds light up with this Caribbean-inspired bowl featuring roasted plantains and tofu coated in the magic of jerk seasoning and paired with a sweet, crunchy mango cucumber salad and creamy sauce. It’s a big bowl of YUM!
We can’t wait for you to try this satisfying, protein-packed, plant-based meal. Let us show you how it’s done!
It’s no secret we lovespicy, smoky entrées here at MB (exhibits a, b, and c). And what’s the perfect side to accompany them, you ask? Mango cucumber salad! It’s fresh, crunchy, sweet, bright, and quick & easy to make!
Just 7 ingredients and 10 minutes required for this versatile side. Let us show you how it’s done!
How to Make Mango Cucumber Salad
This is one of those recipes that came to be by looking at the ingredients we had around, giving a new combo a chance, and being very pleased with the result!
When you’re craving cheesecake and you’re craving it now, look no further! These NO-BAKE chocolate cheesecake cups come together fast with simple methods and just 7 ingredients you may have around right now!
This decadent dessert has alllll the rich, chocolaty flavor you know and love (swoon!), but it comes together in just 5 minutes.
Staycation, anyone? One sip in and this cucumber lime agua fresca will have you feeling in full vacation mode. Made with just 3 ingredients in 10 minutes, it couldn’t be simpler or more refreshing!
It’s the ultimate hydrating sip, poolside drink, and also perfect for making in large batches for sharing. Let’s get refreshed!
What is an Agua Fresca?
An agua fresca (which translates to “fresh water”) is a refreshing drink widely popular in Central and South America, Mexico, and parts of the Caribbean.
Warum dein Brotteig zu weich oder zu fest wird – und was du dagegen tun kannst
Oft werde ich angeschrieben mit Fragen wie: “Warum ist mein Teig so klebrig?”, “Warum ist er so fest geworden?”, oder “Stimmt die Rezeptur überhaupt?” – diese Unsicherheit ist völlig normal. Tatsächlich gibt es viele Gründe, warum ein Teig nicht wie gewünscht ausfällt, und die liegen oft nicht am Rezept selbst. In diesem Beitrag erkläre ich dir, woran es wirklich liegen kann – und wie du ganz einfach gegensteuern kannst.
Du freust dich aufs Backen, hast alles vorbereitet – und trotzdem ist dein Weizenteig viel zu weich, klebt an den Fingern oder ist so fest, dass er kaum aufgehen will? Keine Sorge: Das passiert selbst erfahrenen Hobbybäckerinnen und Hobbybäckern.
In diesem Beitrag zeige ich dir die häufigsten Ursachen für unpassende Teigkonsistenzen – speziell bei Brotteigen und Weizenteigen für Brot und Kleingebäck – und gebe dir hilfreiche Tipps, wie du diese Probleme ganz leicht in den Griff bekommst.
1. Mehl ist nicht gleich Mehl Auch wenn auf der Packung “Weizenmehl Typ 550/700” oder “Roggenmehl 960/997” steht – Mehl ist nicht gleich Mehl. Je nach Hersteller, Mahlgrad und Lagerung nimmt es unterschiedlich viel Wasser auf. Das hat direkten Einfluss auf die Teigkonsistenz.
Tipp:
Starte mit 10–15 % weniger Flüssigkeit als im Rezept angegeben.
Beim ersten Versuch eines neuen Rezepts: Gib die Flüssigkeit nach und nach dazu, bis der Teig geschmeidig, elastisch und nicht mehr klebrig ist.
Wenn du regelmäßig dasselbe Mehl verwendest, notiere dir die optimale Wassermenge – das spart beim nächsten Mal Zeit und Frust.
2. Backrezepte sind ein Leitfaden, aber keine exakte Wissenschaft. Faktoren wie Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Mehlsorte oder das eingesetzte Knetsystem beeinflussen die Teigentwicklung enorm. Wer sich stur an Milliliter- und Grammangaben klammert, erlebt schnell Enttäuschung.
Tipp:
Beobachte deinen Teig und verlasse dich nicht nur auf die Waage.
Ein guter Brotteig ist glatt, elastisch, dehnbar – aber nicht zu klebrig.
Brötchenteig darf etwas fester sein, damit er Form und Ofentrieb behält.
3. Ungenaue Messmethoden Volumenangaben wie “1 Tasse Mehl” sind zu ungenau. Je nachdem, wie das Mehl geschöpft wurde, können sich schnell 30–50 g Unterschied ergeben – das reicht, um den Teig zu feucht oder zu trocken werden zu lassen.
Tipp:
Nutze immer eine digitale Küchenwaage – auch für Flüssigkeiten.
Faustregel: 100 ml Wasser entsprechen 100 g.
Kleine Ungenauigkeiten summieren sich – besonders bei Teigen mit langer Gärzeit.
4. Knetzeit – zu kurz oder zu lang Weizenmehl benötigt Energie beim Kneten, um ein stabiles Glutengerüst zu entwickeln. Nur so kann der Teig beim Backen stabil aufgehen. Zu langes Kneten, insbesondere mit der Maschine, macht ihn dagegen gummiartig.
Tipp:
Fenstertest: Ein kleines Teigstück dünn ausziehen – wird es durchsichtig? Dann ist der Teig optimal geknetet.
Beim maschinellen Kneten: Lieber mehrmals kontrollieren als zu lange kneten lassen.
Brötchenteige eher mittelfest kneten, Brotteige dürfen elastischer sein.
Roggenhaltige Teige nur kurz mischen: Zu langes Kneten macht sie weich.
5. Falsche Reifezeiten! Ein zu kurzer oder zu langer Reifeprozess bringt den Teig aus dem Gleichgewicht. Überreifer Teig fällt zusammen, unreifer Teig hat unkontrollierten Ofentrieb.
Tipp:
Reifezeit nach Volumen beurteilen, nicht nach Zeit: Hat sich der Teig sichtbar vergrößert, ist er bereit.
Fingertest: Leicht eindrücken – bleibt die Delle, passt der Gärzustand.
Gehzeiten sind Richtwerte, kein Dogma – beobachte deinen Teig.
6. Überreife Sauerteige oder Vorteige – ein häufig unterschätzter, aber sehr wichtiger Punkt: Überreife und zusammengefallene Sauer- oder Vorteige können gebundenes Wasser nicht mehr halten. Das führt zu weichen, instabilen Teigen. Zudem erschwert der hohe Säuregehalt insbesondere bei Weizenteigen die Teigentwicklung erheblich. Der Teig löst sich schlecht von der Kesselwand. Bei Roggenteigen zeigt sich der Fehler oft erst bei der Endgare durch flache, breitgelaufene Brote.
Tipp:
Sauerteige nicht zu lange reifen lassen.
Weizenvorteige besser kühl führen. Eine längere Reifezeit im Kühlschrank schadet kaum.
Werden überreife Vorteige verwendet, halte zu Beginn etwas Wasser zurück. Gib es erst dazu, wenn sich der Teig von der Kesselwand löst.
Fazit: Deine Hände sind die beste Anleitung Die perfekte Teigkonsistenz lernst du nicht durch exakte Grammangaben, sondern durch Fühlen, Beobachten und Ausprobieren. Je öfter du backst, desto besser wird dein Gespür für Teige.
Extra-Tipp: Führe ein Teig-Tagebuch und notiere dir:
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Colomba – Die Oster-Taube mit einem besonderen Twist
Colomba, die traditionelle italienische Oster-Taube, hat schon lange einen festen Platz auf meiner Backliste. Diese köstliche Spezialität aus Italien wird traditionell zu Ostern gebacken und erinnert in ihrer Form an eine Taube – das Symbol des Friedens und der Auferstehung.
Dieses Jahr habe ich es endlich geschafft, die Colomba zu backen – und das nicht in der klassischen Variante, sondern mit einem besonderen Twist: einer Mocca-Schoko-Colomba.
Ein Hauch von Italien in der Osterzeit
Die Colomba ist in Italien ebenso ein fester Bestandteil der Osterfeiertage wie der Panettone zu Weihnachten. Sie besteht aus einem besonders luftigen Panettone-Teig, der mit Zucker, Mandeln und einer glasierten Oberfläche versehen ist.
Für meine Variante habe ich den klassischen Teig mit Instantcafepulver verfeinert. Mocca und Schokolade harmonieren perfekt mit dem süßen, milden Panettone-Geschmack und verleihen der Colomba eine angenehme Tiefe. Der Teig wird nicht nur mit Schokoladenstückchen durchzogen, sondern auch mit einem Hauch von Moccaduft versehen.
Mocca und Schokolade – Die perfekte Ergänzung
Die Mocca-Schoko-Colomba erhält ihren besonderen Geschmack durch die Kombination von Schokolade und dem intensiven Aroma von Kaffee.
Die Schokolade sorgt nicht nur für eine zarte Süße, sondern harmoniert auch wunderbar mit dem Moccaduft. Wer die Kombination aus Kaffee und Schokolade liebt, wird diese Colomba als echtes Highlight der Osterzeit erleben.
Das Finish: Mandelntopping und Zucker
Wie bei der klassischen Colomba wird auch meine Mocca-Schoko-Version mit einer Zucker- und Mandelglasur überzogen. Die Zuckerkruste erhält beim Backen eine leichte Karamellisierung, die zusammen mit dem Granellazucker für das perfekte Finish sorgt. Der Duft, der beim Backen durch die Küche zieht, ist einfach unwiderstehlich und lässt einen die Osterfeiertage kaum erwarten.
Fazit
Die Colomba ist ein wahrer Genuss zu Ostern – und mit meiner Mocca-Schoko-Variante bekommt dieses italienische Traditionsgebäck einen modernen, aromatischen Twist. Mit Geduld und Hingabe zubereitet, wird diese Colomba zu einem unvergesslichen Highlight auf jedem Osterfest. Wer also auf der Suche nach einem besonderen Gebäck für die Feiertage ist, sollte unbedingt diese Variante der Oster-Taube ausprobieren!
Rezept
für ein Teiggewicht von 1501g / 3 Stk zu je 500g Teigeinlage
Panettonemehl, Wasser und Lievito Madre zu einem glatten Teig mischen.
Anschließend Rohrzucker hinzufügen und abermals glatt ausmischen.
Eigelb hinzufügen und wieder auskneten
Zum Schluss Butter unterkneten.
Den Vorteig nach der Herstellung in eine gebutterte Box legen und abgedeckt für 12-14 Stunden bei 27°C reifen lassen. Das Volumen sollte sich vor der Weiterverarbeitung verdreifachen.
Bevor du mit der weiteren Teigherstellung für den Secondo fortfährst, sollte der Vorteig “Primo” auf eine Temperatur von 10°C heruntergekühlt werden. Dies kann durch Lagerung im Kühlschrank oder in einer kühlen Umgebung erfolgen. Die genaue Kühlzeit hängt von der Menge und der Umgebungstemperatur ab, aber es ist wichtig, die Zieltemperatur von 10°C zu erreichen.
Die Kühlung des Vorteigs vor der Weiterverarbeitung ist entscheidend, um die Teigtemperatur während der Herstellung des “Secondo” unter 27°C zu halten. Dies verhindert, dass der Teig zu schnell seine Glutenstruktur verliert, was aber auch die Textur und das Aroma negativ beeinflussen könnte.
Nach der Kühlung des Vorteigs auf 10°C kann die Teigherstellung für den “Secondo” fortgesetzt werden. Achte darauf, dass während des gesamten Prozesses die Teigtemperatur nicht über 27°C ansteigt, um eine gute Reifung und Qualität des Orangenbrioche zu gewährleisten.
Anleitung zur Herstellung von Colomba
Teigmischung (Primo + Weizenmehl):
Primo (Vorteig 1) und Panettonemehl auf langsamer Stufe miteinander vermischen, bis ein glatter Teig entsteht.
Zutaten für die Paste vorbereiten:
In der Zwischenzeit Dotter, Rohrzucker, Honig, Salz und Instantcafepulver in einer Schüssel zu einer glatten Paste vermischen.
Paste zum Teig hinzufügen:
Die vorbereitete Paste in langsamen Schritten in den Teig einarbeiten und gut durchmischen, bis alles gleichmäßig durchgeknetet ist.
Butter einarbeiten:
Zum Schluss Butter in kleinen Stücken unter den Teig kneten und den Teig so lange weiter bearbeiten, bis er seidig glatt und geschmeidig ist.
Teigreife:
Den Teig in eine gebutterte Wanne geben und für 45-50 Minuten ruhen lassen, damit er die erste Teigreife durchlaufen kann.
Aufziehen/Falten des Teigs:
Nach 45 Minuten den Teig einmal aufziehen/falten und für weitere 30 Minuten bei Raumtemperatur reifen lassen.
Teig in Portionen teilen:
Den Teig in 3 gleich große Stücke teilen und mit leichter Spannung zu runden Teigstücken formen.
Teiglinge in die Backform einlegen:
Für jede Form wird nun 1/3 des Teiges abgestochen – diese Teigstücke werden nun leicht in die Länge gerollt und in Kreuzform in die Backform eingelegt.
Dauer der Endgare: ca. 4-5 Stunden bei 27°C.
Mit Schoko-Mandelcreme bestreichen:
Vor dem Backen die Colomba mit einer Schoko-Mandelcreme bestreichen oder aufdressieren, mit Hagelzucker oder Granella bestreuen und mit Puderzucker besieben.
Backen:
Die Colomba bei 170°C backen, bis eine Kerntemperatur von 92-93°C erreicht ist. Dies dauert in etwa 40-45 Minuten.
Abkühlen lassen:
Nach dem Backen die Colomba mit Spießen aufspießen und zum Abkühlen umgekehrt aufhängen.
Mandelglasur
50g
Mandelmehl
50g
Maizena / Maisstärke
60g
Eiweiß
20g
Kakaopulver
100g
Kristallzucker
Alle Zutaten in einer Schüssel glatt rühren und abgedeckt im Kühlschrank für 10-12 Stunden zwischenlagern. Zur Weiterverarbeitung die Glasur 1 Stunde bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen.
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Orangenblüten erinnern an sonnige Frühlingstage und den Duft blühender Orangenbäume. Diese zarte, florale Note verleiht nicht nur Getränken eine besondere Frische, sondern auch süßem Gebäck, wie dem Orangenbrioche. Für meine Variante habe ich einen klassischen Panettoneteig abgewandelt und mit Orangenblütenaromen & Orangenabrieb verfeinert, um ein besonders aromatisches, zarten Kuchen zu kreieren.
Der Teig ist butterreich und flaumig, während die Orangenblüten eine frische, blumige Note hinzufügen, die perfekt zu der süßen, buttrigen Krume passt. Dieses Orangenbrioche ist ein wahrer Genuss zu jeder Tageszeit – sei es zum Frühstück oder als süße Beilage zu Kaffee oder Tee.
Das Ergebnis ist ein himmlischer Kuchen, welcher durch seine zarte Textur und den einzigartigen Duft der Orangenblüte begeistert. Ein perfektes Highlight für den Frühling und besondere Momente!
Rezept
für ein Teiggewicht von 940g / 3 Stk zu je 313g Teigeinlage (Backform 20x9x6cm)
Um mit dem Rezept erst starten zu können, muss der Lievito Madre mehrmals aufgefrischt werden.
Lievito Madre
Erste Fütterung:
100g
Panettonemehl
80g
Lievito Madre (pH 4,0-4,3)
46g
Wasser
Bevor mit der Madreauffrischung für die Panettone begonnen wird, muss diese zuvor mehrmals über mehrere Tage aufgefrischt werden!
Alle Zutaten vermischen, gut auskneten und bei 28°C für 3,5-4 Stunden reifen lassen.
Zweite Fütterung
100g
Panettonemehl
80g
Madre (pH 4,1-4,3)
46g
Wasser
Alle Zutaten vermischen, gut auskneten und bei 28°C für 3-4 Stunden reifen lassen.
Dritte Fütterung
100g
Panettonemehl
100g
Madre (pH 4,1 – 4,3)
50g
Wasser
Alle Zutaten vermischen, gut auskneten und bei 28°C für 3,5 Stunden reifen lassen.
Primo
210g
Panettonemehl
105g
Wasser 4°C
60g
Puderzucker
60g
Eigelb
60g
Lievito Madre
90g
Butter
Panettonemehl, Wasser und Puderzucker zu einem glatten Teig mischen.
Anschließend Lievito Madre hinzufügen und abermals glatt ausmischen.
Eigelb hinzufügen und wieder auskneten
Zum Schluss Butter unterkneten.
Den Vorteig nach der Herstellung in eine gebutterte Box legen und abgedeckt für 12 Stunden bei 27°C reifen lassen. Das Volumen sollte sich vor der Weiterverarbeitung verdreifachen.
Secondo
585g
ausgereifter Primo
90g
Panettonemehl
60g
Eigelb
60g
Puderzucker
20g
Honig
110g
Butter
1Stk
Vanilleschote
9g
Salz
5g
Orangenblütenwasser
1 Stk
Abrieb einer BIO Orange
Herstellung
Bevor du mit der weiteren Teigherstellung für den Secondo fortfährst, sollte der Vorteig “Primo” auf eine Temperatur von 10°C heruntergekühlt werden. Dies kann durch Lagerung im Kühlschrank oder in einer kühlen Umgebung erfolgen. Die genaue Kühlzeit hängt von der Menge und der Umgebungstemperatur ab, aber es ist wichtig, die Zieltemperatur von 10°C zu erreichen.
Die Kühlung des Vorteigs vor der Weiterverarbeitung ist entscheidend, um die Teigtemperatur während der Herstellung des “Secondo” unter 27°C zu halten. Dies verhindert, dass der Teig zu schnell seine Glutenstruktur verliert, was aber auch die Textur und das Aroma negativ beeinflussen könnte.
Nach der Kühlung des Vorteigs auf 10°C kann die Teigherstellung für den “Secondo” fortgesetzt werden. Achte darauf, dass während des gesamten Prozesses die Teigtemperatur nicht über 27°C ansteigt, um eine gute Reifung und Qualität des Orangenbrioche zu gewährleisten.
Anleitung zur Herstellung von Orangenbrioche
Teigmischung (Primo + Weizenmehl):
Primo (Vorteig) und Weizenmehl auf langsamer Stufe miteinander vermischen, bis ein glatter Teig entsteht.
Zutaten für die Paste vorbereiten:
In der Zwischenzeit Dotter, Puderzucker, Honig, Salz, Orangenabrieb und Orangenblütenwasser in einer Schüssel zu einer glatten Paste vermischen.
Paste zum Teig hinzufügen:
Die vorbereitete Paste in langsamen Schritten in den Teig einarbeiten und gut durchmischen, bis alles gleichmäßig verbunden ist.
Butter einarbeiten:
Zum Schluss Butter in kleinen Stücken unter den Teig kneten und den Teig so lange weiter bearbeiten, bis er seidig glatt und geschmeidig ist.
Teigreife:
Den Teig in eine gebutterte Wanne geben und für 45 Minuten ruhen lassen, damit er die erste Teigreife durchlaufen kann.
Aufziehen/Falten des Teigs:
Nach 45 Minuten den Teig einmal aufziehen/falten und für weitere 30 Minuten bei Raumtemperatur reifen lassen.
Teig in Portionen teilen:
Den Teig in 3 gleich große Stücke teilen und mit leichter Spannung zu runden Teigstücken formen.
Teiglinge in die Backform einlegen:
Die geformten Teiglinge mit dem Teigschluss nach unten in die vorbereitete Backform einlegen und auf die Endgare stellen.
Dauer der Endgare: ca. 4-5 Stunden bei 27°C.
Mit Mandelcreme bestreichen:
Vor dem Backen die Orangenbrioche mit einer Mandelcreme bestreichen oder aufdressieren und mit Puderzucker besieben.
Backen:
Die Orangenbrioche bei 180°C backen, bis eine Kerntemperatur von 92-93°C erreicht ist. Dies dauert in etwa 40 Minuten.
Abkühlen lassen:
Nach dem Backen die Orangenbrioche mit Spießen aufspießen und zum Abkühlen umgekehrt aufhängen.
Mandelglasur
50g
Mandelmehl
50g
Maizena / Maisstärke
50g
Eiweiß
100g
Kristallzucker
Alle Zutaten in einer Schüssel glatt rühren und abgedeckt im Kühlschrank für 10-12 Stunden zwischenlagern. Zur Weiterverarbeitung die Mandelglasur 1 Stunde bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen.
Wenn es um rustikale Weckerl geht, die mit Geschmack und Charakter überzeugen, sind Schusterlaberl ganz vorne mit dabei. Diese traditionellen Weckerl sind ein Stück österreichischer Backkultur und haben ihren festen Platz auf jeder guten Jausenplatte.
Die Basis für die Schusterlaberl bildet ein Teig, der mit Roggensauerteig verfeinert wird. Dadurch erhalten sie nicht nur ihre unverkennbare Saftigkeit, sondern auch das typische, leicht säuerliche Aroma, das so wunderbar zu kräftigen Belägen passt.
Doch das ist längst nicht alles: Eine ausgewogene Mischung aus Brotgewürz und Kümmel sorgt für eine harmonische Würze, die den Geschmack abrundet. Das Zusammenspiel von Koriander, Fenchel, Kümmel und Anis verleiht den Schusterlaberl ihre unverwechselbare Note und macht sie zu einem echten Genuss – ob pur oder belegt.
Perfekt für die Speckjause
Schusterlaberl sind wie geschaffen für die klassische Speckjause. Die kräftige Kruste und die aromatische Krume harmonieren perfekt mit deftigen Spezialitäten wie Speck, Käse oder Aufstrichen. Dazu noch ein Glas Most oder Bier, und die Jause ist perfekt.
Ob für die Wanderung, das Picknick oder die Brotzeit daheim – Schusterlaberl sind nicht nur geschmacklich ein Highlight, sondern auch äußerst vielseitig. Sie lassen sich hervorragend vorbereiten und bleiben dank der Zugabe von Roggen lange frisch.
Rezept
für ein Teiggewicht von 869g / 9 Stück zu je 97g Teigeinlage
Poolish
200g
Weizenmehl 550/700
200g
Wasser 10°C
2g
Hefe
Hefe im Wasser auflösen und anschließend mit Weizenmehl vermischen. Nach der Herstellung reift das Poolish im Kühlschrank bei 4°C / 12-36 Stunden.
Hauptteig
402g
reifes Poolish
250g
Weizenmehl 550/700
100g
Roggenanstellgut (TA 200) oder alternativ Sauerteigreste
ca. 75g
Wasser 4°C
12g
Salz
10g
Malz oder Honig
5g
Hefe
5g
Kümmel
5g
Brotgewürz
5g
Röstmalz (für die dunklere Farbe, ist aber nicht zwingend notwendig)
Herstellung
Poolish, Sauerteig und restlichen Zutaten 5 Minuten langsam mischen. Anschließend zu einem glatten Teig ausmischen (ca. 5-7 Minuten).
Nach der Teigherstellung den Teig in ein geölte Wanne geben und 45 Minuten reifen lassen.
Zur Aufarbeitung den Teig auf eine bemehlte Arbeitsplatte kippen und in 9 gleich schwere Teigstücke teilen.
Anschließend zur runden und rustikalen Teiglingen schleifen (Videoanleitung hierfür auf meinem Instagram oder FB Profil).
Mit dem Teigschluss nach unten auf ein bemehltes Leinentuch absetzten.
Abgedeckt mit einem Tuch oder Plastik die Schusterlaiberl auf die Gare stellen.
Gare bei Raumtemperatur ca. 40-50 Minuten.
Zum Backen die Teiglinge mit Schluss nach oben auf ein Backblech absetzten.
Gebacken werden die Teiglinge mit Schwaden bei 235°C
In der Welt des Brotes gibt es nur wenige Exemplare, die so eindrucksvoll und einzigartig im Aroma sind wie das Landbrot im Kasten. Gebacken im traditionellen Holzbackrahmen, wird dieses Brot mit Liebe und Hingabe hergestellt. Das Geheimnis seines unverwechselbaren Charakters liegt im verwendeten Champagnerroggen, der ihm nicht nur seinen tiefen Geschmack verleiht, sondern auch die Qualität und das Aroma, die es von anderen Brotsorten abheben.
Die Besonderheit des Champagnerroggen
Champagnerroggen ist keine gewöhnliche Roggensorte. Es handelt sich um eine alte und seltene Varietät, die in ihrer Wachstumsweise und ihren Aromen eine wahre Klasse für sich darstellt. Besonders bemerkenswert ist die Art, wie dieses Korn wächst: Mit einem tiefen Wurzelwerk und einer beeindruckenden Höhe von über zwei Metern sorgt es dafür, dass der Roggen besonders geschmackvoll und aromatisch wird.
Wer einmal ein Stück Champagnerroggenbrot probiert hat, erkennt schnell die Vielschichtigkeit der Aromen. Der Geschmack ist tief und kraftvoll, gleichzeitig aber auch überraschend harmonisch. Der Sauerteig, der aus Champagnerroggen hergestellt wird, bringt eine besondere Tiefe mit sich – kraftvoll, aber nie aufdringlich. Diese Komplexität und Ausgewogenheit machen das Brot zu einer wahren Delikatesse.
Langsame Reifung – Ein Geduldsspiel der Natur
Das Geheimnis hinter der perfekten Konsistenz und dem vollen Geschmack des Roggenkastens liegt im langsamen Reifeprozess. Der Teig ruht und entwickelt im Sauerteig und Holzbackrahmen seine Aromen, die durch die schonende Backweise noch verstärkt werden. Der langsame Backprozess sorgt dafür, dass sich die Aromen vollständig entfalten können, ohne dass das Brot austrocknet oder an Qualität verliert.
Wer sich auf dieses außergewöhnliche Produkt einlässt, wird mit einem Geschmack belohnt, der tief, harmonisch und dennoch vielschichtig ist. Es ist ein Brot für wahre Kenner, die die feinen Nuancen und die Qualität von traditionell hergestellten Backwaren zu schätzen wissen. Wer einmal in den Genuss dieses Brotes gekommen ist, wird die Einfachheit und Schönheit eines handwerklich gefertigten Roggenbrotes nie wieder missen wollen.
Rezept
für ein Teiggewicht von 3556g / 3 Stück zu je 1185g Teigeinlage
Anstellgut im Wasser auflösen und anschließend mit dem Champagner Roggenvollkornmehl vermischen. Anschließend 10-12 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.
Zunächst werden Sauerteig, Quellstück, Mehl und Wasser für ca. 8 Minuten langsam miteinander vermischt. Anschließend wird der Teig für weitere 3-5 Minuten schnell geknetet, um eine gleichmäßige Struktur zu erhalten. Sollte der Teig während des Knetens zu fest oder zu weich erscheinen, kann zusätzlich Wasser nachgeschüttet werden, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.
Kesselgare
Nach der Teigherstellung lässt man den Teig 30-40 Minuten in der Kesselgare ruhen, damit er ausreichend Zeit hat, sich zu entwickeln.
Teig portionieren und formen
Nach der Kesselgare wird der Teig in die gewünschte Größe portioniert. Zuerst wird der Teig rund geformt, anschließend länglich, um die klassische Brotform zu erreichen. Direkt nach der Formgebung wird der Teig in die vorbereitete Backform eingelegt.
Endgare
Der Teig wird abgedeckt bei Raumtemperatur zur Endgare gestellt. Die Garezeit beträgt bei mir etwa 45 Minuten. Beachte jedoch, dass die Dauer der Endgare stark von der Triebstärke deines Sauerteigs abhängt. Ein kräftigerer Sauerteig benötigt in der Regel eine längere Garezeit. Achtung: Der Teiglling braucht volle Gare!
Backen
Das Landbrot wird bei 230°C gebacken, mit einer fallenden Temperatur bis 210°C, wobei Schwaden (Dampf) zu Beginn des Backvorgangs erzeugt wird. Nach ca. 7-8 Minuten wird der Schwaden abgelassen.
Backzeit und Kerntemperatur
Die Backzeit variiert je nach Größe des Teigs, bei einer Teigeinlage von 1000-1200g beträgt die Backzeit etwa 75-90 Minuten im Holzbackrahmen. Die perfekte Kerntemperatur des Brotes sollte 98°C erreichen, um sicherzustellen, dass das Brot vollständig durchgebacken ist.
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How to Make Vegan Gluten-Free Lemon Poppy Seed Muffins
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Das Paderborner Landbrot zeichnet sich nicht nur durch seine spezielle Backtechnik aus, sondern auch durch die ausgewogene Mehlmischung und die Verwendung von Sauerteig. Diese Kombination verleiht dem Brot seinen unverwechselbaren Geschmack und eine besonders feine, saftige Krume.
Für dieses Rezept habe ich bewusst auf Brühstück, Kochstück oder die Zugabe von Restbrot verzichtet. Stattdessen kommen ausschließlich Sauerteig, Mehl, Wasser und Salz zum Einsatz. Auch Hefe, Gewürze oder andere Zutaten wurden bewusst weggelassen. Das gesamte Aromenspiel entsteht allein durch die sorgfältige Sauerteigführung und das spezielle Backverfahren, wodurch das Paderborner Landbrot seinen charakteristischen Geschmack und seine traditionelle Beschaffenheit erhält.
Sauerteig als Grundlage
Ein wesentlicher Bestandteil des Paderborner Landbrotes ist der Sauerteig. Er liefert nicht nur die notwendige Triebkraft, sondern verleiht dem Brot auch eine charakteristische Aromatik. Zudem trägt er maßgeblich zur Frischhaltung bei und sorgt dafür, dass das Brot auch nach mehreren Tagen noch saftig und geschmackvoll bleibt.
Für dieses Rezept habe ich mich für eine Einstufen-Sauerteigführung entschieden. Mit einer Teigausbeute (TA) von 180 entwickelt der Sauerteig ein besonders intensives Aroma. Ein kleiner Nachteil dieser Methode ist die etwas längere Endgare – doch genau diese zusätzliche Zeit kommt dem Geschmack zugute und bereichert das Brot mit einer fein abgestimmten Aromenvielfalt.
Weiche Kruste dank Holzbackrahmen
Ein Holzbackrahmen sorgt für ein einzigartiges Backergebnis. Anders als herkömmliche Kastenformen, die das Brot rundum umschließen, lassen Holzrahmen die Seiten des Brotes offen. So bildet sich nur an der Ober- und Unterseite eine Kruste, während die Seiten weich bleiben. Diese Technik ermöglicht eine gleichmäßige Wärmeverteilung und trägt so zu einer besonders saftigen Krume bei.
Fazit
Das Paderborner Landbrot überzeugt durch die perfekte Kombination aus einer ausgewogenen Mehlmischung, dem aromatischen Sauerteig und der schonenden Backtechnik im Holzrahmen. Diese Faktoren sorgen für das typisch saftige, frischbleibende Brot mit der weichen Kruste, das sowohl in der heimischen Bäckerei als auch in der professionellen Herstellung geschätzt wird.
Rezept für ein Teiggewicht von 2349g / 2 Stk zu je 1174g Teigeinlage
Einstufensauerteig
430g
Roggenmehl Type 960/977
344g
Wasser 35°C
8g
Anstellgut
Anstellgut im Wasser auflösen und anschließend mit Roggenmehl klumpenfrei verrühren. Anschließend 15-18 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.
Hauptteig
782g
reifer Roggensauerteig
510g
Roggenmehl Type 960/977
135g
Roggenmehl Type 2500 oder Roggenvollkornmehl fein vermahlen
270g
Weizenmehl Type 550/700
620-650g
Wasser 45°C
32g
Salz
Herstellung
Den Sauerteig, Mehl, Wasser und Salz zunächst 5 Minuten langsam und anschließend 3 Minuten schnell kneten. Danach den Teig für 30 Minuten zur Kesselgare ruhen lassen.
Anschließend den Teig in zwei gleich große Stücke teilen, diese rundwirken und danach zu einer länglichen Form ausarbeiten. Die Teiglinge abgedeckt bei Raumtemperatur zur Gare stellen.
Die Paderborner werden bei voller Gare gebacken. Dazu den Ofen auf 240 °C vorheizen und mit kräftigem Schwaden anbacken. Nach 5 Minuten den Schwaden ablassen und die Temperatur auf 200 °C reduzieren. Die Backzeit beträgt etwa 80 Minuten.