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Weizenvollkorn-Alltagsbrot

13 July 2026 at 21:34
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Weizenvollkorn-Alltagsbrot

Ein dezidiertes Alltagsrezept für Vollkornbrot, das sich auch spontan in der Woche backen lässt.
Gericht Brot
Küche Hefeteig
Suchbegriff Auffrischbrot, Weizenvollkornmehl
Herstellungszeit am Backtag 4 Stunden
Servings 2 Brot-/e
Calories 221kcal

Zutaten

  • 750 g Wasser leitungskalt
  • 9 g Frischhefe
  • 140 g Sauerteig-Anstellgut Reste vom Füttern
  • 1000 g Weizenvollkornmehl
  • 24 g Salz
  • 10 g Pflanzenöl
  • 20 g Dattelsirup alternativ Zuckerrübensirup

Anleitungen

  • Die Zutaten in die Knetschüssel in der Reihenfolge wie oben angegeben.
  • Mit der Knetmaschine zunächst langsam, dann schneller zu einem glatten Teig auskneten, der sich von der Schüssel löst.
  • Den Teig in der Knetschüssel 60 bis 70 Minunten reifen lassen.
  • Auf die Arbeitsfläche geben und in 2 Teiglinge von ca. 970 g teilen.
  • Die Teiglinge erst rund wirken, dann straff länglich formen.
  • In die Kastenform für 1 kg Teig legen und abdecken.
  • 90 bis 100 Minuten reifen lassen bis der Teigling den Rand der Form etwas überragt.
  • Den Ofen auf 240°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Die Formen einschießen und normal schwaden.
  • Temperatur auf 200 °C reduzieren und die Brote 55 bis 60 Minuten abbacken.
  • Für etwas mehr Glanz nach dem Backen mit Wasser besprühen.

Nährwerte

Schätzwerte pro: 100g | Energie: 221kcal | Fett: 2,1g | davon gesättigte Fettsäuren: 0,3g | Kohlenhydrate: 45,9g | davon Zucker: 1,2g | Ballaststoffe: 6,7g | Eiweiß: 8,2g | Salz: 1,4g

Ungewöhnlicherweise startet dieser Blogartikel direkt mit dem Rezept. Das hat den Grund, dass es sich nach meiner Ansicht wieder einmal um ein „Universal-Rezept“ handelt, das sich in vielen unterschiedlichen alltäglichen Situationen und mit unterschiedlich guten Zutaten anwenden lässt. Ein spontan herzustellendes reines Vollkornbrot ohne jegliche Vorplanung. Das Rezept macht zwar Kompromisse im Hinblick auf lange Quellzeiten und lange Fermentation. Aber im Alltag und in der Not… muss nicht immer erst der Everest erklommen werden bevor man satt wird. Und es eignet sich hervorragend um Sauerteigreste sinnvoll einzusetzen.

Bevor ich schreibe was ich mit dem Rezept gemacht habe noch mal der Hinweis: es funktioniert nach meiner Erfahrung mit nahezu allen Vollkornmehlen, die ihr in Deutschland und anderen Ländern bekommen könnt.

Weil das Rezept so praktisch ist habe ich es vergangene Woche in einem kleinen Experiment mit zwei unterschiedlichen Vollkornmehlen eingesetzt. Wie im letzten Blogbeitrag beschrieben war ich Anfang Juni in Norwegen unterwegs. Beim Einkauf im Supermarkt in Sogndal (REMA 1000) konnte ich nicht widerstehen, mir zwei Päckchen Weizen-Vollkornmehl mitzunehmen. Beide stammen von der Norgesmøllene aus Bergen, die es bereits seit über 150 Jahren gibt. Sie sind unterschiedlich grob ausgemahlen und waren deshalb interessante Kandidaten für den Test weil man gut sehen kann, wie sich die Grobheit der Mehle auf das Ergebnis auswirkt.

Das gröbere Mehl könnte in diesem Versuch durchaus Vertreter eines selbstgemahlenen Vollkornmehls sein, während das feinere Mehl ein Vertreter mühlengemahlener Vollkornmehle darstellt.

1. „Kolonihagen okologisk Sammalt Hvetemel“

Dies ist das deutlich gröbere Vollkornmehl. Es enthält sichtbar grobe Kleieanteile und die Aufschlüsselung der Bestandteile gibt auch einen um 2 Prozent geringeren Anteil an Protein und Ballaststoffen preis.

Verarbeiten ließ es sich dennoch gut. In der Knetmaschine ergab es einen bindigen Teig der sich gut von den Rändern der Schüssel löste. Nach der Stockgare war der Teig dann wieder etwas klebriger, was sehr wahrscheinlich einem gewissen Teigabbau geschuldet war. Dennoch konnte ich ihn gut wirken und während der weiteren Reifezeit gab es keine Probleme.

11 Prozent Eiweiss und 11 Prozent Ballaststoffe
Grob gemahlen
Saftig-kerniges Vollkornbrot


Das Endergebnis entspricht dem was ich sehr oft mit selbstgemahlenem Vollkornmehlen erreichen konnte. Eine etwas kompaktere Krume die dennoch „gesund“ ist, ohne zu starken Teigabbau. Der Geruch und Geschmack des Brotes ist betörend – durch den Dattelsirup kommt der normalerweise etwas herbe Geschmack von Vollkornbrot nicht so in den Vordergrund. Ich würde gerade den Geruch sogar als „malzig“ bezeichnen. Für ein grobes Bio-Vollkornmehl ein super Ergebnis.

2. „Fibra Fullkornshvetemel„

    Dies ist die fein gemahlenere konventionelle Variante, die aber dennoch über mehr Ballaststoffe verfügt. Ein wenige erinnert es mich an die ultrafein gemahlenen Vollkornmehle der Eiling-Mühle hier in Deutschland, wobei auf den Fotos durchaus sichtbar ist, dass es nicht ganz so fein gemahlen ist.

    Bei der Verarbeitung war sofort klar, dass dieses Mehl richtig gute Backeigenschaften hat. Der Teig zog im Knetvorgang sehr schnell an und löste sich zuletzt vollständig von der Schüssel. Auch während der Stockgare, während des Aufarbeitens und in der Stückgare hatte ich eine absolut einwandfreien Teig ohne Zeichen des Teigabbaus.

    Im Ergebnis ist klar abzulesen, dass dieses Vollkornmehl sich wunderbar für alle denkbaren Verwendungen eignet. Vom Geruch und Geschmack ist es allerdings nicht ganz so intensiv und malzig wie das erstgenannte Mehl. Aber dennoch ein richtig leckeres Vollkornbrot.

    Je 13 Prozent Eiweiss und Ballaststoffe
    deutlich feiner gemahlen
    Fast hätte es gefenstert
    Klasse Krume

    Mein Fazit:

    Beide Mehle taugen etwas. Lebte ich in Norwegen könnte ich sehr gut auch mit diesen Supermarktmehlen leben. Sie sind vergleichbar mit Mehlen die wir hierzulande bekommen können.

    Bitte testet das Rezept mal mit Eurem Standard-Vollkornmehl und gebt mir Feedback wie euch das Ergebnis gefällt!

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    Vollkorn-Sauerteigbrot (Populationsweizen)

    2 October 2023 at 15:38

    Im vergangenen Sommer habe ich für die Biomühle Eiling ein neues Vollkornmehl aus sogenanntem Populationsweizen getestet. Populationsweizen, oder besser: Populationsgetreide bezeichnet eine nachhaltige Form der Bewirtschaftung von Äckern, die zum einem dem Landwirt wieder die Kontrolle über sein Saatgut zurückgibt, und zum anderen über natürliche Selektion dafür sorgt, dass nach ein paar Jahren vor allem die Sorten angebaut werden, die besonders gut auf den Böden des Landwirts gedeihen. So kann auch Dünger eingespart werden.

    Hierzu bringt der Landwirt zu Beginn eine Mischung aus verschiedenen Weizensorten auf seinem Feld aus. Je nach Boden gedeihen die passendsten Sorten besonders gut, andere weniger gut. Nach der Ernte behält der Landwirt einen Teil des Saatguts für das nächste Jahr und bringt es wieder aus. Über die Jahre setzen sich so die Sorten durch, die am besten passen.

    Bei Eiling ist ein ultrafein gemahlenes Vollkornmehl aus diesem Populationsweizen verfügbar. Schon lange wollte ich daraus mal ein reines Sauerteigbrot backen, das sich durch seinen würzigen Geschmack, seinen hohen Nähr- und Mineralstoffgehalt und seinen gegenüber helleren Broten niedrigeren glykämischen Index auszeichnet.

    Locker, saftig und würzig: die Krume

    Nun bin ich endlich dazu gekommen. Mit dem Ergebnis bin ich hochzufrieden. Es zeigt, dass auch dieses Anbauart zu ordentlicher Getreidequalität führt, die den Anforderungen der reinen Sauerteigbäckerei genügt.

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    Vollkorn-Sauerteigbrot

    Ein mildwürziges Weizensauerteigbrot aus dem vollen Korn
    Gericht Brot
    Küche Weizensauerteig
    Keyword Dinkelvollkorn, Populationsweizen, Sauerteigbrot
    Kalte Stückgare 6°C 16 Stunden
    Portionen 2 Brot/-e

    Zutaten

    Sauerteig

    • 90 g Wasser 45 °C
    • 90 g Weizenvollkornmehl ich: Populationsweizen Brandex/Liocharls
    • 90 g Sauerteig-Anstellgut

    Hauptteig

    • 520 g Wasser
    • 870 g Weizenvollkornmehl ich: Populationsweizen Brandex/Liocharls
    • 270 g reifer Sauerteig
    • 20 g Salz
    • 20 g Olivenöl

    Anleitungen

    • Die Zutaten für den Sauerteig gut verrühren und 2 bis 2,5 Stunden bei 28 °C reifen lassen. Der Sauerteig sollte gute Aktivität zeigen.
    • Die Hauptteigzutaten auf langsamer Knetgeschwindigkeit 10 bis 15 Minuten kneten. Die Knetgeschwindigkeit erhöhen und weiterkneten bis sich der Teig von der Schüssel löst.
    • Den Teig bei 26 bis 28 °C 2,5 bis 3 Stunden reifen lassen. Bei Raumtemperatur verlängert sich diese Reifezeit auf etwa 4 Stunden.
    • Den Teig in 2 Teiglinge teilen und diese zunächst rund vorformen. 10 Minuten ruhen lassen. Dann straff länglich formen und mit Schluss nach oben in ein Gärkörbchen legen.
    • Das Gärkörbchen gut abdecken und für 16 Stunden in den Kühlschrank bei 6 °C stellen.
    • Den Ofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
    • Die Teiglinge auf den Einschießer wenden und einschneiden. Einschießen und gut schwaden.
    • Die Temperatur auf 210 °C reduzieren und die Brote 55 Minuten kräftig ausbacken. Nach dem Backen mit Wasser besprühen.

    Disclaimer: wie immer muss ich darauf hinweisen, dass der Artikel Links zu einer kommerziellen Seite, hier der Biomühle Eiling, enthält. Hierfür habe ich keine Zuwendungen erhalten. Das Mehl habe ich selbst gekauft und bezahlt.

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